Crazy Bubbles

Die etwas andere Tauchschule

Crazy Bubbles  Die etwas andere Tauchschule

Crazy Bubbles

Die etwas andere Tauchschule

Pressebericht

Das Lächeln auf den Gesichtern der Teilnehmer ist der schönste Lohn, gleich nach der Aussage: "Darf ich noch mal!".

 

Es ist immer wieder schön zu sehen wie sie aufblühen. Am Anfang sind sie alle etwas ängstlich und unsicher. Ich darf/soll tauchen gehen, kann ich das überhaupt? Ich kann doch nicht mal laufen oder sehen (etc. um nur 2 Formen von Handicaps zu nennen). Durch den Spaßfaktor Tauchen, kann sehr viel Selbstvertrauen gegeben werden. Dies gilt hier nicht nur für frisch Verletzte sondern auch für Menschen, die seit Geburt ein Handi-cap haben. Denn leider traut man ihnen immer noch viel zu wenig zu.

 

Ja warum sollen Menschen mit Handicap nicht tauchen gehen können. Gerade für solche Menschen ist es neben der Faszination Schwerelosig-keit ("der Weltraum des kleinen Mannes"), sich einmal wieder frei zu bewegen. Mal ganz davon abgesehen, dass man beim Tauchen die Möglich-keit hat Muskelgruppen zu trainieren und zu bewegen die man in der zweidimensionalen Welt gar nicht mehr aktivieren kann. D. h. ein Betrof-fener mit einem Querschnitt wird Unterwasser evtl. noch ein wenig die Beine durch den Wasserwiderstand bewegen und somit die Muskelgrup-pen ungewollt trainieren.

 

Neben dem das die Schmerzen nachlassen oder sogar ganz verschwinden, verringern sich die Spastiken und Gelenkblockierung, der gesamte Kreis-lauf wird aktiviert. Auch werden durch die Schwerelosigkeit die Bänder, Sehnen und Muskeln weniger belastet und können sich entspannen. Ein Taucher mit Bandscheibenproblemen wird z. B. im Wasser eine deutliche Erleichterung verspüren, weil sich durch das Wegfallen der Gewichtsbe-lastung ein Dehnungseffekt einstellt. Auch die Atemmuskulatur wird beim Tauchen trainiert, da man die Luft aktiv anfordern muss. Somit könnte man gut sagen, dass Tauchen einen sehr großen Therapiezweck hat. Nicht nur im physikalischen Sinne sondern auch im psychischen Sinn. Denn mit dem "Tauchen für Betroffene mit Handicap" ist auch eine große Integra-tionsmöglichkeit verbunden, nämlich dass dies ein Sport ist, den man zusammen ausführt und jeder kann von jedem lernen. In der Regel beglei-ten Fußgänger Betroffene. So lernen die Taucher mit den Problemen der Betroffenen umzugehen und sich damit auseinanderzusetzen. Gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten gesucht. Speziell für körperlich behinderte Menschen bietet das Tauchen eine optimale Symbiose zwischen therapeu-tischen und psychologischen Komponenten. In den USA ist Behinderten-tauchen bereits in den REHA-Kliniken voll integriert.

 

Aber wie soll das gehen?
Diese Frage kann man nicht so einfach beantworten, denn es gibt nicht die Patentlösung. Jede Behinderung und jede Person hat andere Fähig-keiten. Wir versuchen als Tauchschule auf jeden individuell einzugehen. Der Eine braucht mehr Hilfe, der Andere weniger, danach richtet sich auch der Betreuungsaufwand. Am Anfang geht man in der Regel immer mit 2 erfahrenen Tauchern (mind. 1 Tauchlehrer) ins Wasser. Der Eine führt von oben, während der Andere von unten her die Kommunikation zwischen dem Tauchschüler und dem Führer hält. Mit zunehmender Übung und Fertigkeit kann der Tauchschüler evtl. mit immer weniger Betreuungsaufwand tauchen gehen. Ein Dive-Partner wird jedoch immer mit anwesend sein.

 

Um mit Behinderten tauchen gehen zu können, bedarf es einer speziellen Ausbildung. Hierzu muss man nicht unbedingt Tauchlehrer sein, aber zumindest über die Rettungstaucherausbildung und Ersthelferausbildung verfügen. Die Ausbildung der Behinderten jedoch überlässt man den Profis.

 

Wer darf alles tauchen gehen?
Es kann jeder das Tauchen lernen, der keine Probleme mit dem Herz-Kreislauf-Lungen-System hat und dessen Ohren und Nasen-Nebenhöhlen intakt sind. Besonders geeignet ist Tauchen als Therapie nach Unfällen, nach Erkrankungen wie MS, Kinderlähmung oder cerebralen Lähmungen. Ausnahmen sind Menschen die einen Shunt haben.

 

Crazy Bubbles, die etwas andere Tauchschule:
Die Tauchschule Crazy Bubbles wurde 2004 durch uns (Caren & Michael Totzauer) gegründet und war anfangs eine reine PADI-Tauchschule. Caren selbst hat seit Febr. 2007 einen inkompletten Querschnitt und ist seit dem auf den Rollstuhl angewiesen. Das Tauchen hat ihr geholfen wieder in die Selbständigkeit zurückzugelangen. Anfang 2008 haben beide dann über den IAHD eine Zusatzqualifikation als Behindertentauch-lehrer gemacht, die hat ihr Leben sehr bereichert. Es gibt nichts schöneres, als das die Teilnehmer nach dem ersten Tauchgang über beide Ohren grinsen und fragen, wann wir wieder tauchen gehen.

Behindert und Tauchen, geht das überhaupt?

Datum:  18.03.08